OSTEOPATHIE

Osteopathische Medizin

Die Osteopathische Medizin beschäftigt sich mit wissenschaftlich gesicherter Diagnostik und Therapie von Funktionsstörungen. Damit stellt sie eine wichtige Erweiterung der klassischen Schulmedizin dar.
Diese Funktionsstörungen sind verantwortlich für sehr viele Beschwerden wie zum Beispiel Schmerzen im Bewegungsapparat, Schwindel, Tinnitus.

Sie lassen sich mit Röntgen-, Kernspin- oder Ultraschalluntersuchungen nicht darstellen sondern es muss die Beweglichkeit, eben die Funktion, beurteilt werden. Bei der Behandlung werden die festgestellten Bewegungsstörungen, die oft weit von der schmerzenden Region entfernt sind, manuell (mit den Händen) gelöst und damit Schmerzen gelindert, Bewegungsmöglichkeiten des ganzen Körpers und das Allgemeinbefinden gebessert.

Es ist eine sanfte Behandlung, bei der keine Veränderungen erzwungen werden, sondern wichtige Anstöße zur Normalisierung gegeben werden. Die Osteopathische Medizin kommt praktisch ohne Medikamente aus.


Osteopathische Medizin darf nur von approbierten Ärzten praktiziert werden.

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Osteopathische Medizin

Die Osteopathische Medizin ist im wesentlichen auf den amerikanischen Arzt Dr. A. T. Still (1828-1917) zurückzuführen. Er gründete 1892 in Kirksville/Missouri das erste Osteopathische College. In den USA ist heute das Studium der Osteopathischen Medizin eine akademische Ausbildung, die sowohl die klassische Schulmedizin als auch die Osteopathische Medizin umfasst. In Europa hat sich die Osteopathie erst seit einigen Jahren verbreitet. Englische und belgische Privatschulen haben Osteopathen ausgebildet; diese Ausbildung ist jedoch nicht mit dem Vollstudium der Osteopathischen Ärzte in den USA vergleichbar. Europäische Osteopathen sind in der Regel Heilpraktiker und Physiotherapeuten und keine Ärzte.  Die Deutsche Gesellschaft für Osteopathische Medizin [DGOM] führte erstmals 1997 für Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Chirotherapie und mindestens zweijähriger Erfahrung auf diesem Gebiet eine Ausbildung in Osteopathischer Medizin nach dem amerikanischen Standard mit amerikanischen Dozenten durch, die nach drei Jahren mit einer Prüfung abgeschlossen wurde. Osteopathische Medizin darf nur von approbierten Ärzten praktiziert werden.


Osteopathische Medizin beinhaltet eine umfassende manuelle Diagnostik und Therapie von Fehlfunktionen am Bewegungssystem, den inneren Organen und dem Nervensystem. Das Fundament ist dabei die Betrachtung des menschlichen Körpers als Einheit. Alle Organsysteme stehen untereinander in reflektorischen Wechselbeziehungen, Struktur und Funktion sind voneinander abhängig. Das Bewegungssystem spiegelt dabei eine Vielzahl von Funktionsstörungen anderer Organsysteme wieder. Unser Körper hat eine natürliche Tendenz, einen normalen Funktionszustand zu erhalten. Er hat die Fähigkeit, durch Anpassungsvorgänge Krankheiten abzuwehren und gestörte Funktionen zu korrigieren. Die Osteopathische Medizin zielt auf eine Verbesserung der physiologischen Funktion zur Erreichung und Stabilisierung eines Gleichgewichts im Gesunden. Der therapeutische Focus ist dabei das rein manuelle, mit den Händen machbare. Die Osteopathische Medizin ergänzt und erweitert unsere klassische Medizin bei der Diagnose und Therapie von Funktionsstörungen indem sie gesunde Restfunktionen des Körpers sucht, sie verstärkt und damit hilft, Fehlfunktionen abzubauen und zu vermeiden. 


Fast alle Behandlungstechniken der Osteopathischen Medizin sind als weich und sanft einzustufen. Die Behandlung selbst ist entspannend und führt zu einer schrittweisen, anhaltenden Regulierung hin zum Gesunden. Abhängig von den individuellen Gegebenheiten und Erfordernissen werden verschiedene Behandlungskonzepte kombiniert. 


Bei dem Muskelenergie-Konzept werden bestehende Gelenkdysfunktionen an der Wirbelsäule, aber auch an peripheren Gelenken behoben. Durch gezielten Muskelzug und geführte Bewegungen werden die Gelenke wieder zur Normalfunktion gebracht und die Muskelspannung optimiert. 


Das myofasciale Release-Konzept ist eine Weichteiltechnik zur Beseitigung von Spannungen im Bindegewebe. Alle Muskeln und Schichten sind umhüllt von Faszien. Die Faszien selbst stehen wiederum im ganzen Körper miteinander in Verbindung. Durch weichen Druck und Zug werden Reize an diese Faszien gegeben, was zu einer Normalisierung der Gewebespannung führt. Letztlich wird dadurch der Lymphfluss, die Durchblutung der Gewebe und ihre Beweglichkeit gegeneinander verbessert. 


Beim Counterstrain-Konzept werden bestimmte druck-schmerzhafte Muskel- und Sehnenpunkte behandelt; es gibt etwa 200 derartige Tenderpoints. Eine erfolgreiche Behandlung beruht auf der Entspannung des Gewebes, das den Tenderpoint beherbergt. Mit einer speziellen Lagerungstechnik werden die Gewebe entspannt und die Tenderpoints aufgelöst. 


Die funktionellen Techniken nach Johnston sind indirekte Methoden, die über Reflexe in Rückenmark und Zentralnervensystem wirken. Das Segment mit einer Fehlfunktion wird im dreidimensionalen Raum und in Abhängigkeit von der Atmung in die freie Richtung geführt. 


Bei der visceralen Osteopathie werden Spannungsänderungen an inneren Organen sowohl in ihrer Eigendynamik als auch im Organverbund ertastet und behandelt. Innere Organe sind durch Faszien und Bänder befestigt und beweglich. Bei Verspannungen dieses Halteapparates, der kontraktile Elemente enthält, wird die Beweglichkeit der Organe beeinträchtigt. Dadurch können Funktionsstörungen der Organe selbst entstehen und über Reflexe auch Störungen am Bewegungssystem. Bei der visceralen osteopathischen Behandlung werden die Verspannungen des Halteapparates gelöst, wodurch die physiologische Funktion der Organe unterstützt wird. 


Die craniosakrale Osteopathie nach Sutherland beruht auf tastbaren, rhythmischen Bewegungen der Schädelknochen und synchronen Bewegungen des Kreuzbeins zwischen den Beckenschaufeln. Eine Komponente dieses craniosakralen Rhythmus ist die Bewegung des Liquors (Gehirnflüssigkeit), die vom Hohlraum des Gehirnschädels über den ganzen Rückenmarkskanal bis hinunter zum Kreuzbein reicht. Es werden die Beweglichkeit der verschiedenen Schädelknochen untereinander und die Kreuzbeinbeweglichkeit untersucht und beurteilt. Mit der craniosakralen Therapie können gestörte gelenkartige Verbindungen der Schädelknochen und des Kreuzbeins normalisiert werden. Es werden Verspannungen der Schädelmembranen gelöst und der Kreislauf im arteriellen, venösen und lymphatischen System verbessert. Beeinträchtigungen der Hirnnerven an den Austrittspunkten des Schädels werden gelöst und die Qualität des cranial rhythmischen Impulses verbessert. 

 

Die Behandlungsdauer richtet sich immer nach individuellen Gegebenheiten und Erfordernissen. Am Anfang steht eine Grundbehandlung von mindestens drei Sitzungen im Abstand von einer bis drei Wochen. Danach wird je nach Einzelfall im Abstand von drei Wochen bis drei Monaten nachbehandelt. In der Regel dauert eine Osteopathische Behandlung 20 bis 30 Minuten, in besonderen Fällen bis zu einer Stunde. 

 
In Deutschland ist die Osteopathische Medizin keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherungen. Osteopathische Behand-lungen müssen daher nach der Gebührenordnung für Ärzte GOÄ wie bei einem privat versicherten Patienten abgerechnet werden. Der Kostensatz ergibt sich nach den Sätzen der GOÄ je nach der gewählten Behandlungsmethode und dem Zeitaufwand. Vor Beginn der Behandlung wird eine genaue schriftliche Vereinbarung getroffen. 
 
Akute und chronische Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule und der peripheren Gelenke stellen häufige Indikationen dar. Aber auch spezielle Krankheitsbilder können mit Hilfe der Osteopathischen Medizin behandelt und gebessert werden:

  • Schleudertrauma durch Unfälle
  • Schmerzen und Bewegungsstörungen durch Bandscheibenvorfall
  • Schmerzen und Bewegungsstörungen nach Verkehrs- und Sportunfällen
    (Schulter-, Ellenbogen-, Hüft-, Knie-, Sprunggelenke)
  • Tennisellenbogen
  • Fersensporn, Haglund-Ferse
  • Achillessehnenreizung
  • chronische Kopfschmerzen, Migräne, atypische Gesichtsschmerzen
  • Schwindel, Tinnitus (Ohrgeräusche)
  • Fibromyalgie-Syndrom
  • Beschwerden während und nach Zahnbehandlungen
  • funktionelle Störungen der Halsorgane wie z.B. Heiserkeit
  • funktionelle Störungen der Thoraxorgane wie z.B. Atembeschwerden
  • funktionelle Störungen der Bauchorgane wie z.B. Reizmagen, Reizdarm
  • funktionelle Störungen der Organe des kleinen Beckens wie z.B. Reizblase, Regelschmerzen, Prostatabeschwerden
 
Bei Säuglingen, Kleinkindern und Kindern können mit den weichen Techniken der Osteopathischen Medizin viele Funktionsstörungen erfolgreich behandelt werden wie z.B. Trinkschwäche und übermäßiges Schreien der Säuglinge, Schiefhals, KISS-Syndrom, Schlafstörungen, funktionell bedingte Verzögerung der Entwicklung von Sprache, Grob- und Feinmotorik, Konzentrationsstörungen und natürlich auch Störungen im Bewegungssystem. 
 
Während der Schwangerschaft auftretende, oft hartnäckige Beschwerden können osteopathisch bis unmittelbar vor dem Geburtstermin behandelt werden. Es können dadurch nicht nur quälende Schmerzen im Bereich von Ischias, Becken, Nacken und Kopf reduziert werden, die Beseitigung von Funktionsstörungen im Becken verbessern die Voraussetzungen für einen normalen Geburtsverlauf.

Nach der Entbindung spielen sich im Körper der Mutter wieder Rückbildungsvorgänge ab, die auch beschwerlich spürbar sein können. Wenn die Beschwerden v. a. im Bereich von Rücken, Becken und Bauch nach längstens drei Monaten nicht abgeklungen sind, muss man von dauerhaften Funktionsstörungen ausgehen, die dann mit einer osteopathischen Behandlung normalisiert werden können.
 
Ein besonderes Problem stellen Funktionsstörungen der Kiefergelenke oder das craniomandibuläre Syndrom dar. Aufgrund besonderer funktioneller und neurologischer Zusammenhänge ergibt sich eine intensive gegenseitige Beeinflussung von Kiefergelenken einerseits und Schädel, HWS, LWS und Becken andererseits. Dieser Mechanismus führt zu immer wiederkehrenden vielfältigen Beschwerden, die scheinbar aus heiterem Himmel ohne erkennbaren Anlass entstehen und sich hartnäckig halten. Tatsächlich liegt in 70 bis 85% der Fälle hier die Ursache von oft seit Jahren bestehenden Beschwerden. Eine osteopathische Behandlung kann hier der entscheidende Schritt zu einer dauerhaften Besserung sein.






Dr. med. Michael Wörrlein - Allgemeinmedizin - Osteopathische Medizin - Chirotherapie - Büttenstr. 18 - 91522 Ansbach







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